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24. März : Albany

24
März, 2025

Heute halten wir in einem kleinen australischen Städtchen mit dem unsäglichen Namen Albany. An sich ist der Name okay, aber wann immer ich „Albany“ denke / schreibe / sage, fällt mir dieses blöde Lied von Roger Withaker ein und das geistert nun schon seit mehreren Tagen durch mein Hirn …..

Albany scheint sich auf uns zu freuen.

Als wir gegen 08:30 Uhr das Schiff verlassen, um einen kleinen Bummel durch die Stadt zu machen, haben sie bereits jede Menge kostenfreie Shuttle-Busse für die ca. 10-15 minütige Fahrt zum Rathaus bereit gestellt.

Auf dem Rathausplatz ist bereits ein kleiner handwerklicher Markt aufgebaut, der teils an Stände auf Weihnachtsbasaren in der Gemeinde erinnert,

teils aber auch professionellere Stände bietet.

Unseren ortsüblichen Magneten kaufen wir bei einer talentierten jungen Dame, die sehr gut zeichnen kann und auch selbst geschriebene Mittelalter-Romane mit Signatur zum Verkauf anbietet.

Man könnte sich sogar Wahrsagen lassen und die Hot Dogs wären auch verkaufsbereit.

Selbst die örtliche Seniorenband hat sich schon warmgesungen.

Lediglich die Gäste, die mit einem Taxi die Gegend erkunden wollen, gucken größtenteils sehr traurig, denn es gibt weder Uber noch genug Taxen. Die Warteschlange am Taxistand ist nicht nur endlos, sondern leider auch erfolglos. Da ist die kleine Stadt dann doch überfordert.

Die Stadt selbst wirkt auf mich wieder wie eine Kulisse

Das „Parlament“ von Westaustralien und die Universität sind auch sehr winzig.

Es ist aber auch das erste Mal in Australien, dass ich etwas sehe, das offiziell an die Vergangenheit mit den Aboriginees erinnert:

Nach dem Stadtbummel machen wir Halt in einem kleinen Café zur Stärkung und ich darf am Nachbartisch noch ein Bewerbungsgespräch belauschen. Es wird eine Haushaltshilfe gesucht. Nette Lokation für solch ein Gespräch, aber leider für die Bewerberin erfolglos, wenn ich das richtig mitbekommen habe.

Dann laufen wir zurück zum Schiff, denn um 13:45 Uhr wollen wir eine kleine Flusskreuzfahrt einschieben und uns den Landstrich mal vom Wasser aus angucken. Vielleicht gibt es ja sogar ein paar Tiere. Detlef ersteht unterwegs noch ein paar Macadamia-Nüsse, die teurer sind als in Deutschland. Ausserdem dauert der Spaziergang zurück etwas länger, da Detlef ständig an der Hauptstraße stehen bleibt, um die langen LKWs mit 2 Anhängern genannt „Road Trains“ zu bestaunen , zu fotografieren und zu filmen.

Unsere Bootstour startet pünktlich und zeigt uns nette Strände mit dazugehörigen Häusern, die man sich erstmal leisten können muss.

Es schaukelt ganz ordentlich und wir werden mit Kaffee, Tee und Gebäck versorgt. Wir sehen wieder wunderschöne Landschaften, ein altes Walfängerboot und eines, das man für 10 australische Dollar kaufen könnte.

Trotz genug Bargeld in der Börse schlagen wir bei dem Schnäppchen aber nicht zu.

Und dann bringt uns der Kapitän zu einer Stelle, wo dutzende Delphine fröhlich durch das Meer pflügen – so nah, dass ich den Delphinen teilweise sogar in die Augen gucken kann. Einfach nur wunderschön:

Leider müssen wir zeitig wieder zurück, denn heute legen wir bereits um 17:00 Uhr ab.

Unterwegs probiert Detlef noch ein Magnum Peppermint (After Eight lässt grüßen) und schon sind wir wieder an Bord, nach einem sonnigen Tag mit schönen Eindrücken und bereit, unsere morgige Destination „Busselton“ zu erkunden.

Silvia

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