20. März : (Port) Adelaide
Beim Aufstehen in Port Adelaide sieht der Wolkenhimmel ja noch recht attraktiv aus,



aber dann lassen die Wolken doch so einiges an Wasser ab.
Die Einheimischen jubeln – seit 3 Monaten der erste Regen!
Dem können wir uns leider nicht anschließen. Denn, als wir gegen viertel 10 mit einem kostenlosen Shuttlebus nach Port Adelaide fahren wollen, sehen wir unterwegs tolle Häuser und Orte am Meer inklusive Seebrücke in Semaphora, die wir gerne besucht hätten, aber im Regen ist das keine Option.


Wir lassen uns mit dem kleinen Bus, der hier von den Einheimischen mit ganz viel Herzblut ehrenamtlich den ganzen Tag betrieben wird, bis nach Port Adelaide fahren und steigen an der Visitor Information aus.
Auch hier merkt man, dass die kleine Stadt den Tourismus gerne attraktiv gestalten möchte, denn die Visitor Information öffnet mal eben deutlich vor der Zeit, weil eben ein paar interessierte Touristen vor der Tür stehen.



Neben der Besucher-Info kann man heute auch noch das alte Gefängnis besuchen, das direkt neben dem Gericht liegt.



Viel Platz hatten die Gefangenen nicht und auch heute hat man hier schon den ersten Strauchdieb dingfest gemacht. Vergehen unbekannt!


Wir schlendern weiter durch das Städtchen, das mich eher an eine Kulisse in einem Freizeitpark erinnert. Das ist hier ist aber real mit Bank, Hotel, etc.



Unser Ziel ist das Eisenbahnmuseum. Auch hier freut man sich auf die Kreuzfahrt-Touristen. Wir bekommen 2 für 1 Eintrittstickets und auf das eine Ticket, das wir zahlen müssen, kriegt Detlef auch noch einen Senioren-Rabatt.






Hier lässt es sich prima stöbern und wir entkommen so auch noch den diversen Regengüssen.



Dann müssen wir langsam zurück zum Schiff, denn um viertel vor zwei wartet noch ein inkludierter MSC – Ausflug auf uns, der vom Theater aus startet.
Weil es mit dem Mittagessen knapp werden könnte, entscheidet sich Detlef, noch eine McDonalds Verkostung einzuschieben. Ich verzichte lieber – der Whopper in Sydney hat meine Fastfood-Restaurant Lust wieder für eine Weile gestillt.



Wir entscheiden uns, mit dem ÖPNV zurück zum Schiff zu fahren. Erst Bus, dann Bahn – man fühlt sich immer ein bisschen stolz, wenn man sich so relativ unvorbereitet selbständig für kleines Geld durchschlägt. Aber heutzutage ist das mit Handy, Internet und Kreditkarte eigentlich gar kein so großes Abenteuer mehr – zumal , wenn man die Sprache spricht ….



Wir müssen bis zur Endstation und unser Schiff liegt quasi direkt neben dem Bahnsteig.
Dann folgt der inkludierte Ausflug, der uns eine kleine Stadtrundfahrt und einen Besuch im botanischen Garten von Adelaide beschert. Leider ist die Reiseführerin der deutschen Sprache nicht so richtig mächtig. Sie ist mit einem Deutschen verheiratet und wahrscheinlich lässt die Konzentration der älteren Dame im Tagesverlauf auch bereits deutlich nach. Auf jeden Fall ist es schwer, ihr zu folgen. Ich hätte ihre Ausführungen in Englisch deutlich besser gefunden. Ausserdem gibt es wohl Unklarheiten darüber, was nun wirklich auf diesem Ausflug gezeigt werden soll.
Viele im Bus regen sich sehr auf ! Ich denke mir, einem geschenkten Gaul ….
Die Panoramafahrt durch dieses Mal tatsächlich Adelaide selbst ist eher klein gehalten, aber vielleicht gibt es auch wirklich gar nicht so viel zu sehen.



Dann halten wir für ca. 75 min im Botanischen Garten. Wir absentieren uns ein bisschen von der großen Gruppe und spazieren eigenständig durch den Garten.
Es gibt gerade eine sehr faszinierende Ausstellung von Glaskunst im Verbund mit der Natur im Garten, die mich sehr begeistert.








Wir werfen einen Blick in die botanische Sammlung



und entdecken auch noch ein paar tierische Schönheiten.


Aber auch die Pflanzen an sich faszinieren natürlich, wie sich das für einen botanischen Garten gehört.






Man sieht aber auch, wie dringend die Stadt den Regen benötigt und warum sich alle Einheimischen so über das Nass gefreut haben. Und wir hatten sogar noch Glück, sind eigentlich nicht wirklich eingeregnet.

Es geht mit vielen murrenden Gästen zurück zum Schiff, die lautstark bekannt machen, dass sie das Geld für den Ausflug zurückfordern wollen, was mich zugebenermaßen verblüfft, denn wir haben für den Ausflug nicht wirklich etwas bezahlt – der ist im Reisepreis enthalten.
Na ja, die Meckerer sterben nie aus.
Mir hat der Stopp in (Port) Adelaide gefallen und wir haben das Beste daraus gemacht!
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