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16. März : Eden – ein kleines Stück Paradies

16
März, 2025

Nach dem gestrigen Vorfall kommen wir nun heute mit 6stündiger Verspätung in Eden an.

Heute Vormittag hat die Crew richtig viel Arbeit, weil alles durcheinander geraten ist. Am meisten natürlich unser Ausflugsteam, die versuchen wollen, alle Vormittagsausflüge noch irgendwie in den ja eigentlich schon ausgebuchten Nachmittag zu quetschen.

Es muss aber noch mehr gequetscht werden – nämlich unser großes Schiff an die kurze Pier des kleinen Hafens von Eden. Da die Pier zu kurz ist, müssen wir uns mit Pontons behelfen und können nur die vorderen Ausgänge nutzen. Auch der Gabelstapelfahrer sollte besser aufpassen, welche Seite des Ausstiegs er nutzen kann.

Unser Ausflug wird von 09:45 auf 13:45 Uhr verschoben und wir fahren in den Beowa Nationalpark.

Wir fahren mit einem Ranger ca. 1 Stunde bis zum Park und haben dort dann 1,5 Stunden die Möglichkeit, diesen selbständig zu erkunden. Der Ranger bietet eine gemeinsame Runde an und beantwortet bei Bedarf auch Fragen.

Wir machen uns alleine auf den Weg, um den Park ohne Riesengruppe zu genießen.

Gleich zu Beginn atmen wir einen wunderbaren Duft ein, den die Pflanzen verströmen.

An einer der ersten Abbiegungen entdecken wir im Busch ein kleines Känguru, das gerade frisst. Später zeigen wir die Fotos dem Ranger und der freut sich, so ein properes „Swamp Wallaby“ in seinem Revier zu sehen.

Die Landschaft ziert auch noch ein langsam verfallender Turm.

Leider hatte der Park sehr unter den schlimmen Waldbränden vor einigen Jahren zu leiden und hat sich bisher noch nicht komplett erholt. Wir sehen immer wieder auch Schneisen mit verkohlten Stämmen und Ästen.

Dennoch ist die Landschaft insgesamt wirklich wunderschön:

Nach 1,5 Stunden finden wir uns wieder am Bus ein.

Leider fehlt ein älteres Ehepaar in der Reihe vor uns. Der Ranger, die MSC -Ausflugsbegleitung und der Busfahrer kriegen ein paar Schweissperlen auf die Stirn und machen sich auf die Suche, denn in den Weiten des Nationalparks möchte man nun wirklich niemanden zurücklassen.

Nach ca. 30 Minuten hastet das Ehepaar dann endlich in den Bus. Sie hatten sich schlicht verlaufen. Erleichterung auf allen Seiten – zum Glück ist den Beiden nichts passiert.

Wir machen uns auf den Weg zu einem Aussichtspunkt in der Nähe unseres Schiffes. Den Ort selbst weiter zu erkunden, macht wenig Sinn, denn es ist Sonntag. Die meisten Geschäfte haben ohnehin nicht geöffnet und ein eventuell interessantes Walmuseum hat auch bereits geschlossen.

Und nochmal haben wir Glück, denn in der Bucht vor unserem Aussichtspunkt tummelt sich eine größere Anzahl Delphine und tatsächlich habe ich doch noch einen mit der Kamera erwischt.

Das war zwar ein recht kurzer Ausflug, aber dennoch eine schöne Ausbeute heute – ein Swamp Wallaby, Delphine in freier Wildbahn und der Nationalpark als Beigabe.

Wir schaffen es gerade noch zurück aufs Schiff, bevor es anfängt heftig zu schütten.

Silvia

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