15. März : Sydney – dieses Mal die Stadt selbst
Detlef ist schon um 4:45 Uhr wach und genießt auf der gemütlichen Fensterbank den Blick auf den Hafen und beobachtet die Einfahrt der Ovation of the Seas bis zum Pier – ein 6000 Passagiere-Riese, für den tendern wahrscheinlich auch zu umständlich geworden wäre, insbesondere, da das Schiff Sydney um 17 Uhr schon wieder verlassen will.



Nach einem ordentlichen Frühstück checken wir wieder aus. Die schöne Zimmerkarte aus Holz geben wir nicht wieder zurück. Dieses Souvenir möchten wir gerne behalten.


Die Rezeptionistin ist dieselbe, die uns auch eingecheckt hatte, und wundert sich ein bisschen über unseren sehr kurzen Aufenthalt. Ist ja hier eigentlich kein „Stundenhotel“ 😉 !
Unser Name zum Glück heißt dieses Mal Daniel und dabei handelt sich um einen jungen Australier gebürtig in Sydney, der sehr reiselustig zu sein scheint und auch schon 19 Länder bereist hat.

Daniel startet seine Tour mit den Anfängen von Sydney : „The Rocks“. Alte Häuser aus Stein (daher auch der Name) und die lassen sich am besten von einem ehemaligen Observatorium aus angucken.



Wir halten an verschiedenen Punkten von Sydney Harbour und haben auf diese Weise immer wieder alternative Ausblicke auf „The Rocks“



aber auch auf die Harbour Bridge und die Oper





Wir fahren durch hübsche kleine Stadtteile, wo heute am Samstag besonders viele Leute z. B. zum Brunchen unterwegs sind und wo wir uns vielleicht noch ein Appartement zur Miete leisten könnten,



aber auch durch solche, wo normalerweise alles mit Privatstraßen gesperrt ist, damit wir Normalos doch lieber fernbleiben.


Wir kommen vorbei an so einigen Sehenswürdigkeiten wie Museen und Kirchen





und stoppen dann bei Mrs. Macquarie’s Chair

Mr. Macquarie war einer der früheren Gouverneure Australiens, der ein netter Mensch gewesen sein muss und dafür gesorgt hat, dass die australischen Sträflinge nicht mehr so schlecht behandelt, sondern in die Lage versetzt wurden, sich langsam ein normales Leben aufzubauen.
Seine Gattin litt aber ganz schlimm unter Heimweh nach England und setzte sich immer an diesen Aussichtspunkt, weil man dort einen schönen Blick auf das Meer hatte. Damit sie es etwas bequemer hatte, hat ihr Mann ihr dann dort eine Bank in den Felsen schlagen lassen. was die Sträflinge bereitwillig unterstützt haben sollen.
Der Ausblick ist wirklich grandios und wird oft von asiatischen Fake oder Tatsächlich – Brautpaaren als Foto Hintergrund genutzt.


Und dann weist uns Daniel daraufhin, dass die Oper von Sydney nicht zufällig genau so in die Landschaft gesetzt wurde. Wenn man genau hinguckt, sieht man, dass die beiden Spitzen der Segel sich exakt in den Bögen der Harbour Bridge fortsetzen, was vom dänischen Architekten so geplant wurde. Tja , wenn man’s weiss , sieht man es sofort ….

Mir gefallen hier oben auch noch die Ibisse – für Australier wahrscheinlich etwas ähnliches wie Stadttauben – und ich entdecke auch noch einen Rainbow Lorikeet in den Bäumen – hören kann man sie sowie die ganze Zeit 🙂


Dann fahren wir nach Watson’s Bay – Zeit für einen Lunchbreak. Daniel empfiehlt uns einen Biergarten direkt am Anlegesteg einer Fähre. Der Laden brummt an einem sonnigen Samstag schon ordentlich, aber wir finden noch mit Glück ein Plätzchen.



Und es gibt die köstlichsten Fish ’n Chips, die ich jemals gegessen habe.
Den Abschluss unseres Tages bildet ein Besuch am Bondi – Beach. Es ist mittlerweile brüllend heiß – das letzte heiße Wochenende, bevor der Herbst starten soll und entsprechend gut ist der Strand gefüllt.



Überall finden sich Rettungsschwimmer, auch wenn heute die Brandung quasi gar nicht vorhanden ist. Perfekt für die Schwimmer, schlecht für die Surfer.
Dann heißt es für uns auch schon wieder zurück zum Schiff mit dem Tenderboot. Die Zeit in Sydney war definitiv viel zu kurz, aber ich habe einen ersten Eindruck bekommen und Detlef, der ja schon zum 4. Mal hier ist, hat trotzdem noch viel Neues gesehen.
Unsere Abfahrt ist für 20 Uhr geplant. Wir sind zwar platt von den beiden Tagen, aber wollen eigentlich noch die Ausfahrt aus Sydney vom Balkon genießen. Das Ganze scheint sich dann aber doch noch zu verzögern und irgendwann kommt die Durchsage, dass die Behörden das Schiff noch nicht freigegeben haben.
Also legen wir uns doch ins Bett und die Ausfahrt von Sydney muss dann ohne uns zurechtkommen.
Nach einem ersten kurzen Schlümmerchen wache ich so gegen 23 Uhr wieder auf und wir haben uns noch nicht wegbewegt – erstaunlich ! Wer weiss, was uns aufhält. Ich sehe durch den gläsernen Balkon immer nochmal das eine oder andere Tenderboot von unserem Schiff ablegen.
Gegen 0:30 Uhr liegen wir immer noch. Ich gucke auf die MSC App und da ist dann für ca. 1:00 Uhr das Ablegen angekündigt. Und wirklich gegen 1:15 Uhr machen wir uns auf den Weg.
Am nächsten Morgen gucke ich in unsere Facebook – Gruppe und finde ein Video, das zeigt, das viele Polizisten mit Schusswesten und Hunden auf einem Boot stehen und dann ein Polizist mit einem großen Asservaten-Beutel aufs Boot kommt und danach ein jüngerer Mann in Short und mit Flip-Flops, der sich auf den Boden setzen muss.
Tja, Silvia, man muss eben aufpassen, was man sich wünscht ! War ich in Neuseeland noch ein bisschen enttäuscht, dass ich gar nicht analog meiner Lieblings-Doku-Serie „Border Patrol New Zealand“ von den Grenzkontrollen befragt wurde, hat hier in Sydney „Border Control Australia“ voll zugeschlagen. Das Facebook Video musste übrigens mittlerweile wieder gelöscht werden, da es zu Strafen kommen kann, wenn man ungefragt Verhaftungen filmt.


Ein 48jähriger Brasilianer hatte wohl 10 kg Kokain mit einem Strassenverkauf-Wert von ca. 3 Mio AUS Dollar in seiner Kabinenzimmerdecke versteckt.
Die Spürhunde sind über die Gänge patrouilliert und in einigen Kabinen wurden wohl auch stichprobenartige Kontrollen gemacht.
Ja, so werden wir nur 6 Stunden verspätet in Eden ankommen und das Ausflugteam wird reichlich zu tun haben, um für alle Passagiere die gebuchten Ausflüge doch noch irgendwie möglich zu machen.
vum81n
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