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08. März : Lyttelton / Christchurch

08
März, 2025

Wir legen heute Morgen in Lyttelton an. Der Hafen, der zur neuseeländischen Stadt Christchurch gehört.

Obwohl es m. E. nicht der Erstanlauf der MSC Magnifica in Lyttelton ist, werden wir mit einer Wasserfontäne vom Löschboot begrüßt.

Endlich mal nicht tendern, sondern auf eigene Faust ins 35 km entfernte Christchurch, das erst in jüngster Vergangenheit schlimme Schäden durch schwere Erdbeben erlitten hat.

ChatGPT fässt das in 100 Worten so zusammen:

Am 22. Februar 2011 erschütterte ein schweres Erdbeben der Stärke 6,3 die neuseeländische Stadt Christchurch. Obwohl es schwächer war als das Beben im September 2010, richtete es weitaus größere Schäden an, da das Epizentrum nahe der Stadt lag und die Erschütterungen besonders stark waren. 185 Menschen starben, Tausende wurden verletzt, und zahlreiche Gebäude, darunter historische Bauwerke, wurden zerstört. Der Wiederaufbu der Stadt dauerte Jahre und führte zu neuen, erdbebensicheren Bauvorschriften. Das Christchurch-Erdbeben gilt als eine der schlimmsten Naturkatastrophen Neuseelands und hatte tiefgreifende wirtschaftliche und soziale Auswirkungen.

Und die Wiederaufbaumaßnahmen sehen wir überall im Zentrum, nachdem wir mit der Linie 8 des ÖPNV für ca. 2 Euro nach einer halben Stunde Fahrzeit von Lyttelton nach Christchurch gefahren sind.

Wir verschaffen uns zunächst einen Überblick mit einer historischen Tram, die uns in 50 min durch das wirklich sehr überschaubare Zentrum von Christchurch fährt. Wobei der Tramfahrer als auch die Schaffner ähnlich historisch anmuten wie die Fahrzeuge selbst. Aber sie geben zusätzlich so einige Informationen über die Gebäude rechts und links der Schienen und wir drehen anderthalb Runden für unsere Orientierung.

In der Tat fährt die Straßenbahn wirklich mitten durch die Straßen und als Fußgänger muss man gut aufpassen, dass man rechtzeitig den Schienenabschnitt verlässt, sobald eine Tram naht. An einer Tramhaltestelle hat man übrigens die Corgis von Queen Elizabeth in Bronze verewigt.

Christchurch ist wirklich klein und man sieht, dass an einigen Stellen die Erdbebenschäden bereits behoben sind. So wurden das alte Postamt oder ein Theater bereits wiederaufgebaut. Außerdem ein sehr modernes Kongresszentrum, dass jetzt Erdbeben-sicher sein soll.

Anderes schmerzt mehr – insbesondere, dass die Kathedrale im Herzen von Christchurch noch nicht wiederhergestellt ist, ist wirklich traurig. Um so mehr, als die Restaurierungsarbeiten derzeit stocken, weil das Geld ausgegangen ist.

Viele Uni-Gebäude sind aber bereits wiederhergestellt und man fühlt sich sofort in ein englisches Universitätsstädtchen versetzt.

Besonders begeistern mich die verschiedenen Wandmalereien, die manchmal einfach Parkplätze zieren, manchmal hässliche Hochhauswände verschönern oder tatsächlich als Kunst gekennzeichnet sind.

Wir schlendern durchs Städtchen, begutachten das eine oder andere Kunstwerk z.B. zum 150jährigen Geburtstag Christchurchs, besuchen das Denkmal für die Gefallenen im 1. Weltkrieg oder grinsen über die Werbefigur für eine Eisdiele

Zum Nachmittag hin machen wir eine ziemlich gesunde, aber leckere Pause in einem Bio-Cafe, bevor wir dann gemütlich mit dem Bus zum Schiff zurückfahren.

Auch Christchurch hat uns gefallen. Die Neuseeländer sind super entspannt und freundlich und alles ist so herrlich sauber, selbst in der „Großstadt“.

Viele meiner Mitreisenden beschreiben potentielle Auswanderphantasien hinsichtlich Neuseelands. Dem würde ich mich jetzt nicht anschließen. Dafür wäre es mir dann doch zu grün und ländlich, aber ein Urlaub und / oder Rundreise machen auf jeden Fall Spaß, wenn es bloß nicht so weit weg wäre ;-)!

Silvia

Kommentare (3)

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