07. Februar : Puerto Montt – oder ein Hauch deutsche Heimat
Hurra, das Tendern klappt heute! Ich darf erstmals chilenischen Boden betreten!
Wir haben heute einen MSC-Ausflug gebucht, damit wir mit dem Ausflug von Bord kommen und nicht vorab stundenlang nach Tender-Tickets anstehen müssen. Unser Ausflug startet mittags und wird uns nach Puerto Varas führen. Dabei handelt es sich um eine Gegend, die hauptsächlich von Immigranten – gern auch deutschen – besiedelt wurde. Die Immigraten bekamen von Mitte des 19. Jhds bis noch in die 1970er Jahre ein Stück Land von der chilenischen Regierung, das sie dann bebauen konnten.
So kommt es, dass wir in Puerto Varas immer wieder sehr vielen kleinen deutschen Ecken begegnen.

Besonders erstaunt bin ich über die Feuerwehr. Vor der Feuerwehr – Wache weht die deutsche Fahne und wenn man ganz genau hinguckt, sieht man auf dem Feuerwehr – Auto auch den oberen Teil des Wortes „Feuerwehr“ in deutsch geschrieben. Aber auch andere Bauten können ihren deutschen Baustil nicht verleugnen.



So auch die Kirche, die patchworkmäßig aus Elementen einer durchschnittlichen, eher süddeutschen Kirche zusammengeschustert scheint. Mir gefällt sie auch von innen wegen ihrer Schlichtheit und ausserdem bin ich ganz begeistert von den Leuchten – sind allerdings zu groß für meinen Rucksack…. 😉


Wir haben leider nur 75 min Zeit, uns ein bisschen im Städtchen umzusehen. Unter anderem besuchen wir einen Markt mit lokalen Produkten, teilweise auch handwerklich vorort gefertigt:





Kulinarisch lachen uns die Erdbeeren an, aber wir entscheiden uns dann für die leckeren Mandel- und Baiserteilchen.



Puerto Varas liegt an einem wunderschönen See, von dem man einen herrlichen Blick auf zwei umliegende Vulkane hat, von denen der eine erst 2015 das letzte Mal sehr aktiv war.




Die ganze Gegend ist sehr grün – allerdings spricht die Reiseleiterin von 440 Regentagen pro Jahr :-)! Dadurch gibt es überall innerhalb der Stadt eine bunte Vegetation und diese hat der Stadt den Beinamen „Stadt der Rosen“ eingebracht.



Umso mehr freuen wir uns über das tolle Wetter!
Gerne wären wir noch länger hier geblieben, aber wir müssen zurück, denn um 18 Uhr soll unser Schiff wieder ablegen und wir müssen vom Hafen ja noch mit dem Tenderboot zurück aufs Schiff.
Als wir dann auf der Autobahn zurückfahren wollen, hat sich kurz vor uns ein Auto überschlagen und der Verkehr staut sich ordentlich und wird seeeeeehr langsam an der Unfallstelle vorbeigeleitet. Ich bin entspannt, denn ich bin ja mit einem MSC -Ausflug unterwegs und dann muss das Schiff ggf. warten. Aber ich kenne einige Leute, die private Guides gebucht haben . Hoffentlich geraten diese nicht in den Stau. Unser Bus schafft es gerade noch pünktlich, aber einige MSC-Ausflüge sind noch unterwegs, so dass wir erst mit 1,5 Stunden Verspätung ablegen können! Zum großen Glück für alle „Privatler“, die im Stau stecken geblieben sind, fahren deshalb die Tenderboote auch noch deutlich länger. Da hätte man im schlechtesten Fall traurig im Hafen zurückbleiben und winken können.


Auf das Abendprogramm freue ich mich dieses Mal besonders. Es soll eine antarktische Nacht geben. Der Innenpoolbereich ist schon gesperrt worden und wird reichlich dekoriert. Überall Pinguine – ich bin begeistert.





Als Top-Event soll auch noch live ein Pinguin aus Eisblöcken geschnitzt werden. Wir ergattern einen guten Platz mit Überblick und können das Event in erster Reihe verfolgen.




Ausserdem wird ein meterlanges Sushi-Büffet aufgebaut . Die Schlange beim Sushi spare ich mir allerdings, bin noch megasatt vom Abendessen.



Ganz beseelt von all den Pinguinen falle ich totmüde ins Bett, morgen nochmal einen Seetag, an dem ich mir eine Lavastone Massage gönnen werde.
Dann kommen wieder zwei straffe Tage in Valparaiso, von denen wir am 2. Tag nach Santiago de Chile fahren werden. Die „Aufarbeitung“ der beiden Tage in diesem Blog werde ich mir danach auf dem Weg auf die Osterinseln gönnen.
Adios Muchachos / Muchachas!
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