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02. Februar : Ushuaia – ein geschenkter Tag

02
Feb., 2025

Einen Tag früher als geplant legen wir gegen 06:30 Uhr morgens in Ushuaia an. Die Fahrt durch den Beagle Channel, der Chile und Argentinien voneinander trennt, haben wir weitgehend verschlafen.

Bei Ushuaia handelt es sich ursprünglich um eine argentinische Sträflingsinsel, die von den Gefangenen entsprechend bebaut und mit Infrastruktur versehen wurde. Später dann wurde die Insel von der Marine und deren Familien übernommen.

Die argentinische Regierung wollte die Insel gerne weiter besiedeln und musste deren Attraktivität daher dringend erhöhen. Deshalb wurde Ushuaia zur steuerfreien Zone erklärt und es siedelten sich jede Menge Firmen hier an. Mit den Arbeitsplätzen kamen die Arbeiter und mittlerweile hat der Ort über 200.000 Einwohner.

Neben der Industrie lebt der Ort auch zunehmend mehr vom Tourismus . Vor allem im Winter auch vom Wintersport und überall findet man Stellen, wo Skier geliehen werden können. Auch sonst erinnert der Ort sehr an europäische Wintersport-Orte, mit steilen Straßen, jeder Menge Cafés, Sportbekleidungsgeschäften.

Auch Pinguine sind in den Souvenirgeschäften allgegenwärtig.

Jetzt im Sommer ist es allerdings eher ruhiger. Allerdings immer noch sehr frisch – mit 6 Grad morgens, reichlich Wind und immer wieder ein bisschen Regen zwischendurch.

Da wir ja heute schon überraschend einen Tag früher angekommen sind, haben wir nichts geplant und machen uns um 09:00 Uhr einfach auf den Weg. Direkt neben unserem Zuhause liegen mehrere Katamarane, die unterschiedlich lange Fahrten zu den umliegenden Inseln anbieten. Wir entscheiden uns spontan für eine 2,5 Stunden Tour zum Leuchtturm mit Kormoranen und Seelöwen. Allerdings mit 75€ pro Person finde ich die Tour preislich doch ganz schön überteuert, wenn auch sehr eindrucksvoll, sobald man die Tiere sieht!

Auch bekommen wir überraschend einiges an frischen Lebensmitteln geliefert. Hätten wir am „Ende der Welt“ gar nicht erwartet.

Detlef möchte nach der Bootstour unbedingt noch ein argentinisches Steak essen gehen. In den Cafés entlang der Geschäftstraßen steht allerdings keines auf der Karte. Daher fragen wir in der Touristen-Information nach einer Empfehlung.

Wir finden den Laden und sind überrascht, es scheint sich eher um eine Sportkneipe zu handeln, die am Sonntagnachmittag sehr gut mit Einheimischen gefüllt ist.

Es gibt einen Grill mit allerlei Köstlichkeiten, eine riesige Empanada-Auswahl und der Laden platzt irgendwann fast aus allen Nähten mit Gästen, die auf einen Platz warten und mit Abholern der leckeren Speisen.

Das von uns gewählte Steak mit Beilagen ist nicht nur riesig, sondern auch sehr lecker. Preislich okay, aber auch kein Schnäppchen mit ca. 30 € pro Person inkl. Getränke, allerdings wissen wir, warum der Laden eine Empfehlung wert war.

Anschließend rollen wir uns zurück zum Schiff und kommen noch an einem kleinen Künstlermarkt vorbei, wo wir kleine handgefertigte Fimo-Magneten erstehen und ich entdecke ausserdem noch eine Bank meiner „Sippe“ 😉 .

Ein wirklich schöner Tag, an dem man sich einfach mal stressfrei treiben lassen konnte. Morgen werden wir dann planmäßig das Ende der Welt in Feuerland erkunden. Ich bin gespannt!

Silvia

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