26. Januar : Buenos Aires – Surprise
Eigentlich steht der heutige Tag unter keinem guten Stern. Unser ursprünglich geplanter Ausflug für eine private Stadtführung wurde uns vorgestern Abend völlig überraschend abgesagt und jetzt muss schnell eine Alternative her. Eher aussichtslos so kurzfristig etwas Adäquates zu finden.
Ich entdecke eine Tour bei GYG „Buenos Aires: Private Ganztagestour mit Einheimischen„, die vom Titel zwar gut klingt, aber dann im Kleingedruckten ausführt, dass es sich dabei eher nur um einen Fahr-Service handelt, wobei die Fahrer die wesentlichen touristischen Highlights anfahren werden, aber keine Stadtführer-Ausbildung und nur mäßige Englischkenntnisse besitzen und uns bei den meisten Lokationen auch nicht begleiten können, sondern beim Auto warten werden. Okay, was soll’s, ich kann es jetzt so kurzfristig auch nicht ändern und es scheint das Beste, was jetzt noch zu haben ist.
Will sagen, wir erwarten wenig! Ausserdem bin ich super doll erkältet, habe vermutlich sogar ein bisschen Fieber und die Nacht nach der Tango-Show war viel zu kurz. Und dann kommt Javier …

Javier ist eigentlich Kolumbianer, wohnt aber bereits seit 16 Jahren in Buenos Aires. Im Laufe der heutigen Tour merken wir : der junge Mann ist ehrgeizig und zwar in allem, was er anpackt. Und zu unserem unfassbaren Glück hat er auch den Ehrgeiz, den von ihm begleiteten Touristen, Buenos Aires so nah wie möglich zu bringen. Er fährt grandios und so langsam, dass man wirklich was sieht unterwegs und er erklärt uns während der Fahrt sehr detailreich die offensichtlichen Sehenswürdigkeiten, aber weist auch auf kleine Kuriositäten hin. Ausserdem zückt er unterwegs noch schnell sein Handy oder öffnet auf seinem Tablet Dateien, um uns zusätzliche Bilder oder Fotos zu zeigen oder Informationen zu unseren Fragen zu recherchieren. Er scheint irgendwie alles gleichzeitig sicher zu beherrschen.
Wir starten am großen Plaza de Mayo – quasi der Gendarmenmarkt von Buenos Aires, wo Javier uns natürlich begleitet ! Um diesen Platz herum ranken sich z. B. der Präsidenten-Palast, die National-Bank, die Kathedrale von Buenos Aires, in der Papst Franziskus 20 Jahre lang als Erzbischof tätig war und die u.a. das Mausoleum des Befreiers von Argentinien, Jose de San Martin, beherbergt. Letzeres wird von der Nationalgarde bewacht und zufällig dürfen wir den Wachwechsel beobachten.





Auf dem Platz stehen zwei weitere Denkmäler von San Martin. Eines mit der argentinischen Flagge, auf der die sogenannte Maisonne in der Mitte gerade mit der realen Sonne konkurriert.

Ein anderes Denkmal zeigt ebenfalls eine San Martin Statue. Auf deren Stufen haben die Argentinier während der Corona Zeit Steine hinterlegt, die mit Namen und Todesdatum von Corona Opfern bemalt sind. Sie wollten so gegen die ineffiziente und teilweise als sinnlos empfundene Politik demonstrieren. Zunächst hatte die Regierung die Steine immer wieder weggeräumt. Mittlerweile hat man die Statue umzäunt und die Steine liegen weiterhin dort.

Danach fahren wir in den Stadtteil San Telmo. Auch hier ist Javier an unserer Seite. Es handelt sich um einen Viertel mit eher bohaemian style. Unterwegs sehen wir viele bunte fröhliche Comic Figuren auf der Straße.



Weiter geht’s über einen tollen Markt und vorbei an hübschen kleinen Läden. Leider befinden wir uns ja erst am Anfang unserer Weltreise. Zu einem späteren Zeitpunkt hätte ich bestimmt das eine oder andere schöne kleine Stück gefunden.





Im Anschluss erfolgt ein Stopp in einer Markthalle, wo wir auf Empfehlung von Javier ein paar sehr leckere landestypisch gefüllte Empanadas probieren. Die lange Schlange vor dem Stand spricht bestimmt auch für eine gute Qualität ….




Ich merke allerdings auch langsam, dass ich mich wirklich ganz schön schlapp fühle. Als ich dieses Javier mitteile, meint er nach kurzem Nachdenken : I have a plan! und den setzt er dann auch um.
Wir schlendern zurück zum Auto und weiter geht’s nach La Boca! Ein unglaublich bunter Stadtteil. Es dominieren die Farben blau und gelb. Diese gehören zum Verein La Boca Juniors. Zu diesem Verein gehören diverse Mannschaftssportarten, aber es dominiert Fußball und die Sportanlagen füllen quasi ein ganzes Dorf. Javier fährt uns langsam durch die Straßen, vorbei an allen Anlagen und bunten Häusern. Detlef steigt zwischendurch immer mal aus und kann in Ruhe seine Fotos machen und ich kann nochmal ein bisschen durchschnaufen.





Javier möchte uns aber nicht nur die Sonnenseite von Buenos Aires zeigen, sondern fährt mit uns auch durch die ärmeren Viertel von B.A. !




Immer noch sehr deprimierend, allerdings habe ich den Eindruck, dass es in Brasilien noch deutlich furchtbarer war.
Es geht vorbei am Parlament:

Dann kommt mein Überraschungshighlight des Tages im Stadtteil Recoleta . Dort gibt es nicht nur den berühmten Friedhof, auf dem auf Evita Peron begraben ist, sondern der Stadtteil überzeugt auch ansonsten durch sehr imposante breite Straßen, eindrucksvolle Häuser, die alt und neu sehr nah miteinander verbinden. Den Friedhof schenken wir uns. Im Gegensatz zu anderen Friedhöfen mit berühmten Persönlichkeiten scheint hier nur noch der Kommerz Einzug gehalten zu haben und die Atmosphäre eines Friedhofs völlig verloren gegangen zu sein. Er kostet Eintritt und es wimmelt von hunderten Touristen. „R.I.P“ ist hier wohl nicht mehr …




und dann kommt als mein Highlight das El Ateneo: ein ehemaliges Theater, in dem sich heute ein Book Shop befindet:






Herr Fitzek findet sich auch an prominenter Stelle zum Verkauf, scheint also in Argentinien ein Bestseller-Autor zu sein. Vorne auf der Bühne ist mittlerweile ein Cafe eingezogen. Glücklicherweise kann ich kein Spanisch, sonst wäre ich aus dem Laden so schnell nicht wieder rausgekommen.
Weiter gehts durch die Botschaftsviertel. Der Großteil der Botschaften sind eindrucksvolle Häuser von Argentiniern, die ihr Vermögen während des Börsen-Crashs 1929 verloren haben. Lediglich die deutsche Botschaft erkennt man sofort, die typischen Bungalowwürfel könnten direkt aus Bonn hierher gebeamt worden sein.
Dann fahren wir nach Palermo. Zwischen 1. und 2. Weltkrieg sind Millionen Italiener nach Argentinien ausgewandert , mittlerweile leben 5.5 Mio Italiener hier und die haben so einiges mitgebracht. Natürlich auch ihre Kenntnisse zur Gelato-Fertigung.


Wir gönnen uns ein echt italienisches Gelato mit ein bisschen argentinischem Flavour – in meinem Fall Vanille mit Dulce de leche – bestaunen noch diverse Wandmalereien, schlendern nochmal über einen kleinen Markt und dann gehts langsam zurück in Richtung Schiff.
So ein Tag gemeinsam im Auto schweißt irgendwie zusammen, daher erzählt Javier uns auch noch über sein Public Relation Studium, das er im März an einer Privat-Uni starten wird, zeigt uns das Video seines Heiratsantrags, den er seiner Freundin erst kürzlich im Weihnachtsurlaub gemacht hat, erzählt uns, wie stolz er auf seine Verlobte ist, die aus Venezuela eingewandert ist und jetzt hier als Anwältin arbeitet.
Javier ist vor 16 Jahren nach Buenos Aires gekommen, weil er sich in die Stadt verliebt hat. Wir können dank ihm ein bisschen verstehen, warum! Muchas Gracias, Javier! Besser hätte man nicht auf uns eingehen und uns Buenos Aires nahebringen können!

Ein sehr eindrucksvoller und schöner, bunter Ausflug, danke dass ich dabei sein durfte
ok89bet is pretty okay. Not the best but it is not bad, especially for beginners I reckon! Give it a try. ok89bet
Alright guys, gotta say, ee881 is where it’s at lately! Been having some good luck over there. Give it a go! Check it out here: ee881
Yo! Heard some buzz about f666bet. Decided to check it out and wasn’t disappointed. Quick payouts and a decent selection of games. Give it a shot! Find them at: f666bet
th29g1
kf7ii9