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22. Januar : Rio de Janeiro – die zweite

22
Jan., 2025

Eigentlich sind wir beim Aufwachen noch ziemlich fertig vom Vortag, aber es wartet heute noch ein MSC inkludierter Ausflug auf uns.

Zuckerhut und Christus-Statue sind ja schon „abgearbeitet“ und wir wollen uns heute nochmal ein bisschen ebenerdiger durch Rio führen lassen.

Das wird ein recht gechillter Ausflug – wir gondeln viel mit dem Bus durch die Stadt, unser gestern schon fotografierter Reiseleiter Nils zeigt uns in fliessendem Deutsch nochmal die wesentlichen ebenerdigen Highlights. Vieles haben wir bereits am Vortag gesehen und leider wird einiges auf unserer Liste weiterhin unentdeckt bleiben.

Erster Stopp ist am Sambodrom, das ca. 700 m lang ist und wo jetzt die Tribünen für den im Februar anstehenden Karneval aufgebaut werden. Das muss ein eindrucksvolles Spektakel sein!

Wir fahren durch Wohnviertel, die von Nils als Quartiere für die brasilianische Mittelschicht eingeordnet werden, die ich aber als Abriss-Bauten einstufen würde. Mein europäischer Maßstab muss auch hier definitiv neu skaliert werden.

Aber eins fällt auf jeden Fall auf : Rio ist unglaublich grün, egal ob an Autobahnen, Schnellstraßen, in Wohnvierteln, überall sind nahezu Regenwald-artige Gewächse und Grünflächen zu finden – nicht nur in Parks.

Klar kommen wir auch nochmal an den bekannten Stränden vorbei, deren Abschnitte alle in regelmäßigen Abständen von Rettungsschwimmern bewacht werden – auch wenn sie unten auf dem Bild gerade nicht so aufmerksam wirken 🙂 . Die Strömung soll hier wirklich gefährlich sein.

An einem Strand kann man sogar Drachenfliegen.

Und wir sehen imposante Bauten und Denkmäler aus den Zeiten der brasilianischen Kaiser / Könige.

Der etwas kränkelnde Bus schafft dann doch noch die Rückfahrt zum Schiff, nachdem sowohl die Klimaanlage als auch die Gangschaltung schwächeln und der arme Busfahrer immer im 2. Gang anfahren muss. Wir hoffen in der Hitze jetzt nicht irgendwo zwischendrin liegenzubleiben und den Bus wechseln zu müssen.

Am Nachmittag fahren wir dann wieder mit Verspätung los und sehen wie kurz nach geplanter Abfahrt Helfer große Gepäckmengen von Bord schaffen. Ob es jemand nicht rechtzeitig zurück an Bord geschafft hat oder es neuen medizinischen Notfall gegeben hat, wissen wir nicht.

Aber die Ausfahrt ist auch dieses Mal wieder ein Traum! Vorbei am Zukunftsmuseum und am Flughafen für kleinere Maschinen mit für meinen Geschmack seeeehr (zu?) kurzer Landebahn ….

Rio de Janeiro war auf jeden Fall ein Volltreffer auf unserer Tour, wenn wir auch so einiges nicht machen konnten, wie z.B. ein Ausflug zu den Favelas, deren größte Vertreterin Rios „Rocinha“ wir ja direkt von unserer Kabine aus sehen können.

Trotz – oder vielleicht manchmal auch aufgrund mafiöser Strukturen – sind die Häuser zumindest mittlerweile an Strom und Wasser angeschlossen und es gibt Schulen und einige private und staatliche Projekte, um die Kinder und Jugendlichen von der Straße und weg von den Drogen zu bekommen.

Jetzt freue ich mich aber erstmal auf 2 Tage Pause, bevor neue Eindrücke aus Buenos Aires auf uns einprasseln werden.

Silvia

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