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16. – 17. Januar: Wir hüpfen über den Äquator oder wie der Winter plötzlich zum Sommer wird

17
Jan., 2025

Seetag 2 verläuft ähnlich dem ersten; wir erleben einen relaxten Tag, gehen um 15 Uhr zur World Trivia Competition und für den Abend ist zum 2. Mal Gala angesagt.

Das Besondere an Galaabenden scheint a) zu sein, dass sich alle etwas schicker anziehen, es b) eine besondere Speisekarte gibt, die noch feinere Dinge auflistet als sonst ohnehin schon und es c) dann auch immer noch einen besonders aufwändigen Showakt im Theater gibt.

Diesen Abend steht „City Lights“ auf dem Programm, eine bunte Revue mit bekannten Songs und das gesamte Showensemble wird aufgeboten. Es handelt sich auf der Weltreise wohl um Premieren, die dann auf den „normalen“ Routen der Flotte ebenfalls künftig gezeigt werden.

Verglichen mit AIDA wirkt zwar alles etwas altbackener, aber trotzdem sehr unterhaltsam!

Den 3. Seetag lassen wir dann besonders starten. Wir haben uns zu 07:30 Uhr ein Deluxe Continental Frühstück auf die Kabine bestellt und wollen heute mal auf dem Balkon frühstücken. Es klopft pünktlich an der Tür und davor steht ein Servierwagen, von dem 2 riesige Tabletts in unsere Kabine gehievt werden. Wir müssen sogar die Couch belegen, um die Köstlichkeiten aufzudecken – von Brötchen, über Teilchen, Müsli, Cornflakes, Eier, Schinken, Käse, Obst, Joghurt- sogar frisch gepressten Orangensaft plus Tee, Kaffee, warme Milch in Thermoskannen . Wir eröffnen also unser eigenes Büffet, genießen auf dem Balkon und haben noch den ganzen Tag was von den Köstlichkeiten. Zum Glück ist der Minibar-Kühlschrank relativ groß, so dass wir einige Produkte auch kühlen können.

Den morgendlichen Vortrag über unsere anstehenden Ausflugsziele schwänzen wir, die müssen heute ohne uns auskommen.

Aber das Allerwichtigste an diesem Tag ist ohnehin, dass wir heute Morgen gegen 05:15 Uhr den Äquator überquert haben – wir sind also ganz offiziell im Sommer auf der südlichen Hemisphäre angekommen und das merkt man auch an den Außentemperaturen. 26°C im Schatten sind schon deutlich im Anmarsch.

Der nächste wichtige Programmpunkt des Tages ist der Besuch von Neptun anlässlich der Äquatorüberquerung und ihn mit dem Bestehen seiner Prüfungen gnädig für eine ruhige See in den kommenden Wochen zu stimmen.

Es folgt die sogenannte Äquator-Taufe : Wir stellen uns zunächst noch an, um eine Blumenkette zu bekommen und uns ggf. bunt anmalen zu lassen, aber die Schlange ist endlos und die Luft im teilweise abgedeckten Innenpoolbereich extrem stickig. Auch auf die Baströckchen verzichten wir und suchen uns einen guten Platz, um das Spektakel in erster Reihe beobachten zu können. Eine weise Entscheidung, wie sich sich zeigt.

Nachdem Neptun dem gut gelaunten Kapitän den offiziellen Schiffsschlüssel zurückgegeben hat, fordert er nun die Prüfungen ein.

Alle Akteure aus Besatzung und Passagieren müssen sich rund um den Pool setzen, nachdem sie zuvor einen Octopus küssen mussten und werden zunächst pro Runde mit Salzlösung, Mehl und Eiern und Schlagsahne eingeschmiert. Ich denke, die Backwaren werden in den nächsten Tagen reduziert werden … Dann geht’s weiter mit Tomaten und Kakaopulver, bis Neptun endlich besänftigt scheint und zum Schluss springen alle in den Pool, der in Anschluss erstmal komplett abgelassen und gereinigt werden muss. Schöne Sauerei, die ich definitiv lieber von aussen betrachte!

Die Offiziere plus Kapitän haben aber wohl offensichtlich auch ihren Spaß!

Ein Hoch auf die Helden, denen wir dann in den nächsten Tagen hoffentlich eine ruhige See zu verdanken haben!!!

Der Rest des Tages läuft relativ unspektakulär, wir quizzen wieder ein bisschen : bei der heutigen Runde hätten wir definitiv mehr geglänzt und nach dem Abendessen wird heute im Theater „Carmen“ serviert werden! Es wird also auch für ein bisschen Hochkultur gesorgt und nicht nur für die sehr banalen Spiele!

Definitiv eine schöne Mischung!

Silvia

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