10. Januar : Casablanca
Jetzt werden wir endlich außereuropäisch und unser heutiges Ziel heißt Casablanca.
Wir legen gegen 7 Uhr morgens in einem ziemlich unattraktiven Containerhafen an, können aber gemütlich ausschlafen, da wir heute unseren ersten inkludierten Ausflug mit MSC starten wollen.
Haben uns für die Nachmittagsgruppe entschieden und hoffen, dass es dann vielleicht nicht ganz so überfüllt sein wird, weil die meisten Passagiere nach Sprachen sortiert möglichst früh von Bord wollen. Bei uns gehts um 14 Uhr los. Sehr organisiert müssen wir uns zunächst im Theater einfinden und werden dann in Gruppen von Bord geleitet.
Zunächst müssen wir mit unserer Busgruppe durch die von der Ausflugsabteilung angekündigte Passkontrolle. Das geht ganz easy, einfach nur den Pass hochhalten und schwupp ist man eingereist. Das scheint einem altersmäßig bereits sehr fortgeschrittenen Ehepaar allerdings nicht simpel genug. Sie halten nämlich dem an sich sehr freundlichen Grenzbeamten einen eher antik anmutenden, zerknitterten Papierfetzen entgegen und sind im höchsten Maße empört, dass dieser diese Kopie nicht als ihren Reisepass anerkennen möchte . Der Beamte lässt sich aber trotz des nun folgenden Wortgefechts wohl nicht überzeugen, denn das Paar fehlt nach 20minütigem Warten dann doch bei der Abfahrt in unserem Bus – Leute gibts ….
Unsere erste Station ist die Moschee, die viertgrößte mit dem zweithöchsten Minarett weltweit. Ich finde sie nicht so eindrucksvoll wie die in Abu Dhabi, aber schon imposant für maximal 25.0000 Gläubige ausgerichtet. Schuhe müssen wie immer ausgezogen werden, aber wir Frauen benötigen weder ein Kopftuch, noch müssen wir uns jenseits von Schultern und Knien verhüllen. Zumindest Casablanca hinterlässt einen relativ liberalen Eindruck in dieser Hinsicht. Und die Lage der Moschee direkt am Meer überzeugt definitiv.





Weiter gehts mit dem Bus durch Casablanca



und auch der unvermeidliche Stopp in einem Souvenirshop darf nicht fehlen.
Zum Glück nicht durch einen Souk, wo die Händler einen auf jedem Meter überfallen, sondern in einem Laden, wo man in Ruhe gucken darf und es die komplette Auswahl gibt : Arganöl, Silber- und Lederwaren, Teppiche. Unser Reiseleiter Afif erklärt uns alles ganz genau, aber die Kaufwut von Menschen, die noch ca. 50 Ziele vor sich haben, hält sich doch sehr in Grenzen.



Es gibt einen weiteren Stopp in ganz charmanten Altstadtgassen. Allerdings so richtig überzeugen kann uns Casablanca nicht. Schöne Art-Deco-Architektur, aber leider gar nichts restauriert, sondern alles blättert ab und wirkt irgendwie traurig.




Gegen 19:30 Uhr sind wir dann wieder „Zuhause“ angekommen und werden mit einem französischen Abend hinsichtlich Dekoration und Kulinarik überrascht.



Das Theaterprogramm schenken wir uns heute und sind gespannt, was uns die kommenden drei Seetage auf dem Weg nach Mindelo / Kapverden bieten werden.
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